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Mobbing

Schikane am Arbeitsplatz? Belästigung und Beleidigung von Vorgesetzten, Kollegen oder Untergebenen? Kränkende Arbeitsaufgaben, Ausgrenzung oder Abschiebung sind Berufsalltag? Und dies regelmäßig (mindestens einmal in der Woche) über einen längeren Zeitraum (mindestens 6 Monate) hinweg? Dann handelt es sich um Mobbing.

Mobbing ist ein längerfristiger Entwicklungsprozess. Häufig ausgelöst durch einen nicht vollständig gelösten Konflikt ist eine Systematik der Schikane am Arbeitsplatz zu erkennen, die auf die Beschädigung des beruflichen und persönlichen Ansehens des Betroffenen abzielt. Dabei ist das 'Mobbingopfer' zumeist in irgendeiner Form in einer unterlegenen Position gegenüber dem 'Mobbingtäter'.

Mobbing hat weitreichende Folgen für den Betroffenen mit erheblichen Beeinträchtigungen im Befinden, in der Gesundheit und in der Lebensqualität.
Nicht selten kommt es zur Entwicklung von Depressionen, Ängsten, Zwängen und psychosomatischen Beschwerden, was zu längeren Fehlzeiten bis hin zum frühzeitigen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben führen kann.

Praxis

Bei der Entstehung von Mobbing wirken personelle, situative und strukturelle Faktoren am Arbeitsplatz zusammen. Als Auslöser gelten problematische Arbeitsbedingungen, schlechte Arbeitsatmosphäre unter den Kollegen, knappe Ressourcen, defizitäres Führungsverhalten oder auch tief greifende organisatorische Veränderungen.

Neben dem rechtzeitigen Erkennen von begünstigenden Mobbingstrukturen im Unternehmen und dem frühzeitigen Ergreifen deeskalierender Maßnahmen (z.B. durch Führungskräftetraining und regelmäßige Mitarbeitergespräche zum Aufbau einer offenen, transparenten Kommunikationsstruktur und gut entwickelten 'Streitkultur' bei angenehmem Betriebsklima), kommt der Stärkung inter- und innerpsychischer Faktoren des Mobbingbetroffenen eine zentrale Bedeutung zu.

Dabei beziehen sich die Interventionsmaßnahmen auf Selbst- und Beziehungserfahrungen sowie auf situative und generelle Deutungs- und Handlungsmuster im beruflichen Kontext. Angestrebt wird die Erweiterung effektiver Problemlöse- und Konfliktbewältigungsstrategien durch eine kritische Selbstbetrachtung und konstruktive Auseinandersetzung mit:

  • sich selbst und den eigenen Vorstellungen / Überzeugungen
  • der eigenen Wirkung auf andere und dem interaktiven Miteinander
  • dem eigenen Arbeitsstil und der individuellen Aufgabenbewältigung
  • den eigenen Rollenkonflikten und Arbeitsplatzanforderungen im System
  • den eigenen Zielsetzungen, Grenzziehungen und Perspektiven