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Paartherapie

Liebe, Partnerschaft und Familie sind zentral für das Wohlbefinden und stellen somit eine der wichtigsten Quellen für Lebensfreude und psychische Stabilität dar.

Entsprechend können anhaltende Beziehungsprobleme und zwischenmenschliche Konflikte die psychische und physische Gesundheit maßgeblich beeinträchtigen und zur Ausbildung von psychischen Störungen sowie körperlichen Erkrankungen beitragen.

Für die Stabilität einer Beziehung ist wesentlich, wie negatives Erleben (Streit, Verachtung, Angriff, Abwehr ...) durch positives Erleben (Liebe, Zärtlichkeit, Geborgenheit, Verständnis, Humor) ausgeglichen wird. Dabei gilt: fünf positive Interaktionen wiegen eine negative auf, d.h. es wird subjektiv deutlich mehr Zuneigung als Abwertung durch den Partner erfahren.

Partnerschaftskonflikte hingegen verringern die gegenseitige Bindung, was stets mit einem Rückgang vertrauensvoller und offener Kommunikation einhergeht. Statt Gefühle direkt anzusprechen, steigt die Rate von Kritik und Abwertung des Partners. Dies wirkt sich ungünstig auf den Austausch von Zärtlichkeiten, Intimitäten und Sexualität aus, so dass die gegenseitige Anziehung und positive Verstärkung immer mehr sinkt. Eine Spirale von Kampf, Rückzug und/oder Distanzierung setzt ein, an deren Ende nicht selten eine Trennung steht.

Ziel der Paartherapie ist es, fundierte Hilfestellungen zur Führung einer zufrieden stellenden Partnerschaft zu geben und langfristig die Paarqualität zu verbessern. Wichtig ist, die Partner für noch vorhandene positive Aspekte der Partnerschaft zu sensibilieren und durch Aufbau einer gegenseitigen Perspektivenübernahme mehr Verständnis und Nachsicht füreinander zu entwickeln. Auch gilt es, paarinterne Spannungen und Konflikte von paarexternen Belastungsfaktoren unterscheiden zu lernen sowie eigenes und des anderen Stresserleben besser zu verstehen und einzuordnen.

Neben der Vermittlung von Fertigkeiten, die das Paar in die Lage versetzen sollen, zukünftig auftretende Konflikte erfolgreich zu lösen, sollen Wertschätzung, Bindung und das 'Wir-Gefühl' gestärkt werden durch:

  • Verbesserung von Kommunikations- und Problemlösefertigkeiten
  • Klärung und Modifikation von beziehungsrelevanten Einstellungen und Erwartungen
  • Steigerung der positiven Reziprozität (wechselseitiges Belohnen durch vermehrtes Aufeinanderzugehen und gegenseitige Verstärkung positiver Interaktionen)
  • Bereicherung des sexuell-sinnlichen Erlebens (Förderung von Zärtlichkeit und Erotik durch Abbau von Hemmungen, Leistungsdruck und Fehlinformationen)
  • Förderung von individuellen und dyadischen Belastungsbewältigungskompetenzen (Verbesserung gemeinsamer problem- und emotionsbezogener Unterstützung)
  • Steigerung von Akzeptanz und Toleranz in der Beziehung